Und Action!

Juliane Möller über den diesjährigen Bergfestfilm.

Für viele ist es ein Traum. Für Studenten der TU Ilmenau wird er jedes Jahr aufs Neue wahr: einen eigenen Film drehen. Die Premiere des Bergfestfilms 2011 fand letzten Dienstag im festlichen Rahmen im Audimax der TU statt. Mit “Music. Love. Wasted” hat das Produktionsteam den Geschmack vieler getroffen. Die Geschichte einer Band, die versucht, groß rauszukommen und dabei mit Problemen umgehen muss, erschien zwar nicht besonders originell, doch mich und viele andere überzeugte vor allem die professionelle Umsetzung. Musik und Kamera verdienen ein dickes Lob, wobei die Handlung einige Defizite aufweist. Es wurde eher auf Spektakuläres, als auf Tiefgründigkeit geachtet. Das zeigen die zahlreich vorhandenen Kuss-Szenen, ein dramatisches Ende und das Fehlen von dramaturgischen Höhepunkten. Mit knapp einer Stunde ist der diesjährige Film einer der kürzesten − leider aber auch der, auf den man am längsten warten musste. Mit einer Stunde Verspätung begann die Premiere, und die knapp 600 Gäste bekamen einen Einblick in das organisatorische Wirrwarr einer studentischen Filmproduktion. Trotz der kleinen Panne war der Abend gelungen. Die Filmemacher konnten auch in diesem Jahr das Publikum beeindrucken. Am Ende wurde sogar die ein oder andere Träne weggewischt.

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